
Little ME
Angepasster Sonnenschein
Für die, die mich kennen heute kaum vorstellbar...
Als kleine Cindy war ich ein angepasstes, stilles Kind: aufmerksam, sensibel und immer um Harmonie und Annahme bemüht. Ich habe früh gelernt, Stimmungen zu lesen und mich einzufügen – oft entgegen meiner inneren Empfindung.
Doch genau daraus entstand meine innere Stärke. Diese leise Form der Anpassung wurde mit der Zeit zu Resilienz: der Fähigkeit, mich selbst zu halten, mich aufzurichten und meinen eigenen Weg zu finden.

Mein Weg
Nicht geradlinig, aber echt
Ich bin – wie viele aus meiner Generation – in einem Umfeld aufgewachsen, in dem Leistung und Funktionieren einen hohen Stellenwert hatten. Anerkennung gab es meist dann, wenn man hilfreich war oder Erwartungen erfüllte.
Diese Dynamik hat mich lange begleitet: der Wunsch, dazuzugehören, gesehen zu werden, „gut genug“ zu sein.
Unbewusst suchte ich in Beziehungen und im beruflichen Umfeld nach Bestätigung. Ablehnung fiel mir schwer, also tat ich mehr, erklärte mehr, rechtfertigte mehr. Erst viel später erkannte ich, dass darin ein Muster lag – kein persönliches Versagen.
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Mit Anfang 20 begegnete mir "Der Alchimist" von Paolo Coelho (bis heute mein Lieblingsautor). Die Idee, dass man die Welt bereist, um seinen Schatz am Ende in sich selbst zu finden, hat damals etwas in mir angestoßen. Ein Gedanke, der erst durch viele Erfahrungen wachsen konnte – still, aber konstant.
Parallel dazu lernte ich, mit Zuschreibungen und Urteilen umzugehen.
Sätze wie „Du hast es doch leicht, du bist eine Frau …“ oder Kommentare über mein Aussehen gehörten leider dazu.
In männerdominierten Bereichen habe ich oft erlebt, dass Kompetenz erst bewiesen werden muss, wenn man dem „typischen Bild“ nicht entspricht. Diese Situationen haben mich geprägt – und geschärft.
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Als Führungskraft trug ich früh Verantwortung für Teams mit sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten, Lebenswegen und Bedürfnissen – Menschen, die älter waren als ich, jünger, erfahrener, unsicherer, gesund, erschöpft oder belastet.
Ich lernte zuzuhören, auszuhalten, Orientierung zu geben und gleichzeitig selbst zu wachsen.
In dieser Zeit wurde mir klar, dass Führung weniger mit Position zu tun hat, sondern mit Haltung.
Erfolge nahm ich damals oft als selbstverständlich hin.
Scheitern oder Rückschläge passten lange nicht in mein Selbstbild.
Doch gerade dort lag der größte Lernraum: im Loslassen, im Aufstehen, im Neujustieren.
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Mit der Geburt meiner Kinder veränderte sich mein Blick auf vieles.
Prioritäten verschoben sich, Maßstäbe relativierten sich, und Perfektion verlor an Bedeutung.
Ich lernte, dass 80 % oft völlig ausreichen – und dass kein Mensch in jedem Lebensbereich gleichzeitig höchste Leistung erbringen kann oder muss.
Das entspannte mich, aber erst später begriff ich es als Prinzip (Pareto).
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Werte wie Gleichberechtigung, eine gesunde Fehlerkultur und echtes, respektvolles Feedback habe ich erst mit Ende 30 bewusst kennengelernt.
Für mich war das ein Wendepunkt.
Ich begann zu verstehen, dass Ablehnung häufig nicht die Person trifft, sondern die Rolle, die sie einnimmt – und das, was sie in anderen auslöst.
Diese Einsicht war für mich ein absoluter "Gamechanger" und hat vieles erleichtert.
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Mein Weg war nicht linear, aber er war konsequent in seinem inneren Wachstum.
Jede Erfahrung – angenehme wie herausfordernde – hat mir etwas beigebracht: über mich, über andere, über das Leben.
Ich bin an all dem gewachsen – klarer, bewusster, stabiler in mir selbst.
Und dafür bin ich heute sehr dankbar.

True ME
Angekommen – nicht im Außen, sondern in mir
„True Me“ bedeutet für mich, alles anzunehmen, was mich zu dem Menschen gemacht hat, der ich heute bin – auch die unbequemen Erfahrungen.
Es heißt, aus jeder Situation zu lernen und sie zu integrieren. Und das passiert vor allem im Miteinander.
Heute vertraue ich darauf, dass alles einen Sinn hat – und dass gerade Niederlagen oder Misserfolge die größten Entwicklungsschritte ermöglichen.
Ich möchte meinen Kindern vorleben, wie wertvoll es ist, sich selbst zu vertrauen, an sich zu glauben und einen neuen Versuch zu wagen, wenn etwas nicht gelingt.
Ich strebe nicht danach, besser zu sein als andere, sondern besser als ich gestern war – in Bereichen, die mich erfüllen und meinen Werten entsprechen.
Ich bin ein optimistischer Realist: offen, wertschätzend und zuversichtlich. Doch Wachstum geschieht nur aus eigenem Antrieb. Deshalb begleite ich gern Menschen, die wirklich wachsen wollen, sich ihrer eigenen Verantwortung bewusst sind und bereit sind, aktiv beizutragen.
„Du kannst nicht ändern, wie Menschen dich behandeln oder was sie über dich sagen.
Alles, was du tun kannst, ist zu ändern, wie du darauf reagierst.“ (Mahatma Gandhi)
Nicht lauter, sondern konsequenter.
Nicht einfarbig, sondern bunt.
Nicht starr, sondern flexibel.
Nicht wütend, sondern gelassen.
Nicht unverwundbar, sondern bewusst.
Nicht perfekt, aber echt.
Aus diesem inneren Fundament heraus ist cinVice entstanden – und der Mut, diese Idee in die Welt zu bringen.

Meine Vision
Entwicklung sichtbar, spürbar und menschlich machen
Meine Vision ist nicht am Schreibtisch entstanden, sondern über Jahre hinweg: durch Erfahrungen und Zweifel, durch Gespräche, Erkenntnisse, Erfolg – und Scheitern.
Ich habe dabei immer wieder gesehen, wie sehr Menschen danach suchen, sich selbst anzunehmen, Orientierung zu finden und ihre Entwicklung nicht an äußeren Erwartungen, sondern an sich selbst auszurichten.
Ich wünsche mir eine Welt, in der Entwicklung kein Druck ist, sondern eine echte Möglichkeit.
Eine Welt, in der wir mutiger fragen, achtsamer führen, bewusster handeln – ohne uns selbst zu verlieren.
Aus dieser Haltung heraus ist cinVice entstanden:
als Raum für Menschlichkeit, Klarheit und natürliches Wachstum
als Einladung, die eigene Entwicklung aktiv zu gestalten
als Begleitung auf dem Weg zu mehr Selbstvertrauen, Bewusstheit und innerer Stärke
Nicht, um Menschen zu verändern.
Sondern um sie zu befähigen, sich selbst zu erkennen, ihren eigenen Raum zu wählen, ihre Potenziale zu entfalten – und daraus kraftvoll zu wachsen.
Ich bin überzeugt:
Wer sich selbst versteht und führt, beeinflusst auch sein Umfeld positiv.
Und vielleicht – Schritt für Schritt – auch die Welt.
