
Bunt? – Na und! Lieber lebendig als edel...
Über die Farben des Lebens, die Vielfalt unserer Persönlichkeit und den Mut, nicht in ein einziges Bild passen zu müssen.
Stell dir für einen Moment vor, unsere Welt wäre schwarz-weiß. Keine goldenen Sonnenuntergänge. Kein tiefblaues Meer. Keine roten Mohnblumen auf einer grünen Wiese. Kein buntes Herbstlaub, das uns Jahr für Jahr daran erinnert, wie wunderschön Veränderung sein kann. Und kein leuchtender Regenbogen, der plötzlich am Himmel erscheint und uns für einen Augenblick innehalten lässt.
Farben begleiten uns überall. In der Natur, in der Kunst, in unserer Kleidung, in der Sprache und sogar in unseren Gefühlen.
Wir sehen rot, wenn wir uns ärgern. Wir sind grün vor Neid, erleben unser blaues Wunder oder sehen plötzlich alles durch eine rosarote Brille. Manchmal ist unser Leben kunterbunt, manchmal erscheint es uns grau in grau. Und irgendwo dazwischen liegen unendlich viele Nuancen, die sich nicht immer eindeutig benennen lassen.
Vielleicht ist genau das der Grund, weshalb mich Farben so faszinieren. Sie sind weit mehr als eine Frage des persönlichen Geschmacks oder einer harmonischen Gestaltung. Sie erzählen etwas über unsere Wahrnehmung, unsere Erfahrungen und die Art, wie wir die Welt betrachten. Und manchmal erzählen sie auch etwas über uns selbst.
Ein Licht. Unzählige Farben.
Besonders faszinierend finde ich, dass ausgerechnet das Sonnenlicht, das wir als weiß wahrnehmen, bereits die Grundlage für die unterschiedlichsten Farben in sich trägt. Wenn Licht auf einen Regentropfen trifft, wird es gebrochen, im Tropfen reflektiert und beim Austritt erneut gebrochen. Dabei werden seine unterschiedlichen Wellenlängen verschieden stark abgelenkt.
Für uns wird sichtbar, was zuvor im weißen Licht verborgen war: ein ganzes Farbspektrum. So entsteht der Regenbogen. Und ich finde, das ist ein wunderschönes Bild. Die Vielfalt war bereits da. Aber erst durch das Zusammenspiel verschiedener Bedingungen wird sie für uns sichtbar.
Bei uns Menschen ist es ähnlich. Auch wir tragen unterschiedliche Eigenschaften, Fähigkeiten, Erfahrungen und Möglichkeiten in uns. Doch nicht alles davon ist jederzeit für jeden sichtbar. Manches entdecken wir erst durch neue Begegnungen. Anderes kommt zum Vorschein, wenn wir unsere gewohnten Wege verlassen, Herausforderungen begegnen oder den Mut entwickeln, uns selbst aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
So wie ein Regentropfen das Licht nicht erst bunt macht, sondern seine Farben sichtbar werden lässt, können auch neue Erfahrungen Facetten von uns zum Vorschein bringen, die längst in uns angelegt waren. Doch während sich die Farben des Lichts physikalisch erklären lassen, wird es bei unserer persönlichen Wahrnehmung schon deutlich vielschichtiger. Denn Farbe ist nicht einfach nur das, was da ist. Sie ist auch das, was wir daraus machen.
Wir sehen die Welt nicht alle gleich.
Unser Farbsehen ist eine erstaunliche Leistung unserer Augen und unseres Gehirns. Drei unterschiedliche Typen lichtempfindlicher Zapfen in unserer Netzhaut reagieren auf verschiedene Wellenlängenbereiche des sichtbaren Lichts. Unser Gehirn verarbeitet diese Signale und lässt daraus die Farbwahrnehmung entstehen.
Doch nicht jeder Mensch verfügt über die gleichen Voraussetzungen. Bei einer Farbsehschwäche können bestimmte Farbtöne schwerer voneinander zu unterscheiden sein. Und selbst bei vergleichbarem Farbsehvermögen beeinflussen unter anderem Lichtverhältnisse und der jeweilige Kontext, wie uns eine Farbe erscheint. Wir können also gemeinsam auf etwas schauen und es trotzdem unterschiedlich wahrnehmen.
Das finde ich nicht nur aus naturwissenschaftlicher Sicht spannend. Es erinnert mich daran, wie selbstverständlich wir im Alltag häufig davon ausgehen, dass andere Menschen die Welt genauso sehen wie wir. Dabei unterscheiden sich nicht nur unsere Augen, sondern auch unsere Erfahrungen, Erinnerungen, Werte und Erwartungen. Was für den einen Menschen schön ist, empfindet ein anderer möglicherweise als unangenehm. Was mir Sicherheit vermittelt, kann auf jemand anderen einengend wirken. Und was ich als lebendig und inspirierend wahrnehme, erscheint einem anderen vielleicht unruhig oder sogar chaotisch.
Unterschiedliche Wahrnehmung bedeutet also nicht automatisch, dass eine Perspektive richtig und die andere falsch ist. Manchmal sehen wir einfach unterschiedliche Ausschnitte derselben Wirklichkeit. Wie viel könnten wir voneinander lernen, wenn wir häufiger versuchen würden, die Welt auch durch die Augen anderer zu betrachten?
Farben wirken. Aber nicht auf jeden Menschen gleich.
Die Bedeutung von Farben beschäftigt Menschen seit Jahrhunderten. In der Kunst und Gestaltung werden Farben bewusst eingesetzt, um Stimmungen zu erzeugen, Kontraste hervorzuheben oder bestimmte Elemente miteinander zu verbinden.
Die Farblehre beschäftigt sich unter anderem damit, wie Farben entstehen, wie sie sich mischen und welche Wirkungen sich aus ihrem Zusammenspiel ergeben. Komplementärfarben können beispielsweise starke Kontraste erzeugen. Verwandte Farbtöne lassen sich dagegen nutzen, um ruhigere, harmonische Übergänge zu gestalten. Dabei gibt es nicht die eine Farblehre, die sämtliche Wirkungen von Farben abschließend beschreibt. Künstler, Wissenschaftler und Gestalter haben im Laufe der Zeit ganz unterschiedliche Modelle und Zugänge entwickelt.
Spannend wird es für mich allerdings dort, wo die Bedeutung einer Farbe weit über ihre physikalischen Eigenschaften hinausgeht. Rot kann für Liebe und Leidenschaft stehen, aber ebenso für Gefahr oder Wut. Grün verbinden viele Menschen mit Natur, Hoffnung und Wachstum, während Blau häufig Assoziationen zu Ruhe, Weite oder Vertrauen weckt. Gelb erinnert uns an Sonnenlicht, Wärme und Lebensfreude, kann uns als Signalfarbe aber ebenso auf Gefahren aufmerksam machen.
Doch diese Bedeutungen sind keineswegs allgemeingültig. Unsere persönlichen Erfahrungen, unsere kulturelle Prägung und der jeweilige Zusammenhang beeinflussen, welche Gefühle und Assoziationen eine Farbe in uns auslöst.
Ein rotes Kleid kann selbstbewusst wirken, eine rote Ampel fordert uns dagegen auf, stehen zu bleiben. Dieselbe Farbe. Eine völlig andere Bedeutung. Mich fasziniert daran besonders, dass wir Farben nicht isoliert erleben. Erst im Zusammenspiel mit ihrer Umgebung, mit anderen Farben und mit unseren eigenen Erfahrungen entwickelt sich das Bild, das wir wahrnehmen.
Darin liegt für mich auch eine schöne Parallele zu unserem Leben. Denn auch wir Menschen sind mehr als eine einzelne Eigenschaft, eine bestimmte Rolle oder ein Eindruck, den andere von uns gewinnen. Was uns ausmacht, zeigt sich oft erst dann, wenn wir die unterschiedlichen Facetten unserer Persönlichkeit miteinander betrachten.
Und welche Farbe hat eigentlich unsere Ausstrahlung?
Wenn wir über Farben und Menschen sprechen, begegnen wir früher oder später auch einem Begriff, der mich auf einer anderen Ebene interessiert: der Aura. In spirituellen Traditionen wird darunter häufig ein Energiefeld verstanden, das einen Menschen umgeben soll. Bestimmten Farben werden dabei unterschiedliche Eigenschaften, emotionale Zustände oder energetische Qualitäten zugeschrieben.
Eine solche farbige Aura als objektiv messbares Energiefeld ist wissenschaftlich allerdings nicht nachgewiesen. Auch sogenannte Aura-Fotografien liefern keinen verlässlichen Nachweis dafür. Unabhängig davon finde ich den Begriff als Sinnbild für unsere persönliche Ausstrahlung interessant. Denn wir alle kennen Menschen, deren Gegenwart etwas in uns auslöst.
Manche strahlen Ruhe und Gelassenheit aus. Andere sprühen vor Energie, Begeisterung und Lebensfreude. Wieder andere vermitteln uns Wärme, Geborgenheit oder das Gefühl, verstanden zu werden. Dafür müssen wir keine Farben um einen Menschen herum sehen können. Wir nehmen seine Ausstrahlung auf unterschiedliche Weise wahr: durch Mimik, Gestik, Körpersprache, Stimme, Verhalten und das Gefühl, das im gemeinsamen Kontakt entsteht. Natürlich ist auch diese Wahrnehmung subjektiv. Ein Mensch kann auf uns ganz anders wirken als auf jemand anderen. Und er muss auch nicht jeden Tag dieselbe Ausstrahlung haben.
Wir sind keine festgelegte Farbe, die für immer gleich bleiben muss.
Wir verändern uns. Wir entwickeln uns. Wir erleben unterschiedliche Phasen, in denen verschiedene Facetten unserer Persönlichkeit stärker zum Vorschein kommen. Mal sind wir voller Energie, mal brauchen wir Ruhe. Mal möchten wir sichtbar werden, mal ziehen wir uns lieber zurück. All das gehört zum Menschsein. Wie wäre es, wenn wir diese unterschiedlichen Zustände nicht ständig bewerten müssten, sondern sie zunächst als Teil unserer eigenen Lebendigkeit anerkennen könnten?
Warum versuchen wir dann so häufig, in ein einziges Bild zu passen?
Wenn die Natur von Vielfalt lebt, unsere Wahrnehmung individuell ist und selbst eine einzige Farbe ganz unterschiedliche Bedeutungen haben kann, weshalb fällt es uns Menschen dann manchmal so schwer, unsere eigene Vielseitigkeit zuzulassen?
Wir begegnen überall bestimmten Vorstellungen davon, wie etwas oder jemand sein sollte, und sind oft erstaunlich schnell darin, einzuordnen und in Schubladen zu denken – bei Situationen, Gegebenheiten und sogar bei Menschen. Eine professionelle Unternehmenswebsite sollte möglichst klar und einheitlich gestaltet sein. Eine Führungskraft sollte souverän auftreten. Ein analytischer Mensch sollte sachlich sein. Wer emotional ist, gilt dagegen schnell als wenig rational.
Und wer unterschiedliche Interessen, Begabungen oder berufliche Rollen miteinander verbindet, wird gelegentlich gefragt, wofür er denn nun eigentlich steht. Als müssten wir uns entscheiden.
Zwischen Struktur und Kreativität.
Zwischen Vernunft und Gefühl.
Zwischen Professionalität und Menschlichkeit.
Dabei schließen sich diese Eigenschaften gar nicht aus.
Ich liebe Klarheit, Struktur und analytisches Denken. Ich beschäftige mich intensiv mit Prozessen, Zusammenhängen, Ursachen und Wirkungen. Gleichzeitig liebe ich Musik, Geschichten, persönliche Begegnungen und all das, was sich nicht immer in Zahlen, Daten oder eindeutige Kategorien fassen lässt.
Ich bin Trainerin, Coach, Mentorin, psychologische Beraterin und Autorin. Und darüber hinaus bin ich einfach Cindy. Ein Mensch mit Erfahrungen, Hoffnungen, Überzeugungen, Widersprüchen und einer Persönlichkeit, die sich im Laufe des Lebens immer weiterentwickelt. Ich möchte mich nicht für eine einzige dieser Facetten entscheiden müssen. Denn erst gemeinsam ergeben sie ein Bild, das mich als Menschen ausmacht.
Warum sollte ich mich also auf eine einzige Farbe reduzieren, wenn ich doch ein ganzes Spektrum in mir trage?
Meine Homepage ist deshalb genauso vielseitig wie das, wofür ich stehe.
Vielleicht verstehst du jetzt auch ein wenig besser, weshalb meine Homepage cinVice nicht dem klassischen Bild einer möglichst einheitlich und zurückhaltend gestalteten Coaching-Website entspricht. Sie ist bunt. Nicht überall gleich. Nicht ausschließlich sachlich, aber auch nicht ausschließlich emotional.
Du findest dort unterschiedliche Farben, Bilder und Symbole. Klare Strukturen stehen neben kreativen Impulsen, persönliche Gedanken neben fachlichen Inhalten. Und genau das ist gewollt. Denn cinVice verbindet etwas, das für mich untrennbar zusammengehört: Menschlichkeit und strukturelle Kompetenz.
Ich beschäftige mich mit persönlichem Wachstum, Selbstführung und psychologischen Zusammenhängen ebenso wie mit Prozessoptimierung, Führung, Zusammenarbeit und organisationaler Entwicklung.
Für mich sind das keine voneinander getrennten Welten. Es sind unterschiedliche Perspektiven auf eine gemeinsame Frage: Wie können wir Entwicklung so gestalten, dass sie den Menschen stärkt und nachhaltig etwas in Bewegung bringt?
Dabei geht es mir nicht darum, dass sich Menschen möglichst schnell verändern, um einem bestimmten Ideal zu entsprechen. Vielmehr möchte ich dazu einladen, zunächst wahrzunehmen, was bereits da ist.
Unsere Werte, Bedürfnisse und Fähigkeiten. Unsere Stärken und Grenzen. Unsere Erfahrungen, die uns geprägt haben, und unsere Möglichkeiten, die wir vielleicht noch gar nicht vollständig kennen.
Daraus ist meine Philosophie, das BE(E)-concept, entstanden: Balance, Entfaltung und Exzellenz, mit dem authentischen SEIN als Ausgangspunkt.
Balance bedeutet für mich nicht, dass alle Facetten unseres Lebens jederzeit gleich stark ausgeprägt sein müssen. Es geht darum, sie bewusst wahrzunehmen und einen stimmigen Umgang mit ihnen zu entwickeln.
Entfaltung bedeutet, unser vorhandenes Potenzial zu entdecken und weiterzuentwickeln, ohne uns dabei selbst aus den Augen zu verlieren.
Und Exzellenz verstehe ich nicht als das Streben nach einer allgemeingültigen Vorstellung von Perfektion, sondern als die bewusste Entwicklung unserer individuellen Möglichkeiten und unserer Wirksamkeit.
All das prägt cinVice. Deshalb darf auch meine Homepage verschiedene Seiten zeigen. Sie darf kreativ und strukturiert, emotional und sachlich, ruhig und kraftvoll sein. Alles gleichzeitig. Denn für mich widerspricht Lebendigkeit nicht der Professionalität. Im Gegenteil: Ich möchte zeigen, wie wertvoll es sein kann, unterschiedliche Fähigkeiten, Perspektiven und Ausdrucksformen miteinander zu verbinden. Meine Homepage soll das nicht nur erklären, sondern auch sichtbar machen. Und sie darf sich weiterentwickeln. So wie ich selbst.
Vielfalt braucht keine Gleichförmigkeit, sondern Verbindung.
Wenn wir uns die Farben eines Regenbogens anschauen, sehen wir keine zufällige Ansammlung unterschiedlicher Farbtöne. Wir erleben ein zusammenhängendes Spektrum, in dem die einzelnen Farben ineinander übergehen. Keine davon muss verschwinden, damit das Ganze entstehen kann. Im Gegenteil: Das Ganze entsteht erst dadurch, dass sich das gesamte Spektrum entfalten darf.
Mir gefällt dieser Gedanke auch im Hinblick auf unser Miteinander. Denn wir Menschen bringen unterschiedliche Fähigkeiten, Bedürfnisse, Lebensgeschichten und Sichtweisen mit. In Familien, Freundschaften, Teams und Organisationen kann genau diese Unterschiedlichkeit eine wertvolle Grundlage für gemeinsames Wachstum sein. Vorausgesetzt, wir sind bereit, einander zuzuhören, verschiedene Perspektiven zuzulassen und eine gemeinsame Orientierung zu entwickeln.
Das bedeutet nicht, dass Vielfalt automatisch zu Harmonie führt. Unterschiedliche Bedürfnisse können miteinander in Konflikt geraten. Verschiedene Vorstellungen können Entscheidungen erschweren. Und nicht jede Perspektive lässt sich ohne Weiteres mit einer anderen verbinden.
Doch Entwicklung entsteht auch dadurch, dass wir lernen, mit diesen Unterschieden konstruktiv umzugehen. Wenn wir verstehen, dass Menschen nicht alle dasselbe brauchen, um ihr Potenzial zu entfalten. Wenn wir erkennen, dass ein anderer Blickwinkel unsere eigene Wahrnehmung erweitern kann. Und wenn wir aufhören, Unterschiedlichkeit grundsätzlich als etwas zu betrachten, das zunächst überwunden werden muss.
Wir müssen nicht gleich sein, um miteinander wachsen zu können.
Genau darin liegt für mich auch die Verbindung zwischen persönlichem und gemeinsamem Wachstum. Je bewusster wir unsere eigene Persönlichkeit verstehen, desto leichter kann es uns fallen, auch die Individualität anderer Menschen wahrzunehmen und anzuerkennen. Und je besser wir lernen, diese unterschiedlichen Facetten miteinander zu verbinden, desto mehr Möglichkeiten eröffnen sich für unser gemeinsames Handeln.
Lieber lebendig als edel.
Ich mag Eleganz. Ich schätze Klarheit und eine durchdachte Gestaltung. Und ich weiß, dass weniger manchmal tatsächlich mehr sein kann. Aber ich möchte nicht, dass aus dem Wunsch nach einem möglichst perfekten Bild die Lebendigkeit verschwindet. Nicht in meiner Gestaltung. Nicht in meiner Arbeit. Und schon gar nicht in meinem Leben.
Ich möchte mir erlauben, unterschiedliche Facetten zu zeigen. Neue Wege auszuprobieren, mich weiterzuentwickeln und auch Dinge miteinander zu verbinden, die auf den ersten Blick nicht zusammenzupassen scheinen.
Ich möchte nicht aufhören, neugierig zu sein, nur weil ich bereits einen bestimmten Weg eingeschlagen habe. Und ich möchte mich nicht darauf beschränken, was andere Menschen möglicherweise von mir erwarten. Denn das Leben ist kein fertiges Bild, das wir irgendwann nur noch betrachten. Es verändert sich mit uns.
Mal leuchtet es in kräftigen Farben, mal erscheint es uns blass. Manchmal brauchen wir starke Kontraste, um etwas deutlicher zu erkennen. Ein anderes Mal sind es gerade die feinen Zwischentöne, die uns helfen, einen Zusammenhang zu verstehen. Und auch die dunkleren Phasen gehören dazu. Nicht jede Erfahrung muss schön sein, um uns etwas über uns selbst zu erzählen. Vielleicht dürfen wir gerade deshalb lernen, das Leben in seiner ganzen Vielfalt anzunehmen, statt nur den Ausschnitt zuzulassen, der unseren Vorstellungen entspricht.
Dabei geht es nicht darum, möglichst bunt, auffällig oder außergewöhnlich sein zu müssen. Auch Zurückhaltung kann ein authentischer Ausdruck unserer Persönlichkeit sein. Auch ein stilles, ruhiges Leben kann voller Tiefe und Lebendigkeit stecken. Es geht nicht darum, welche Farben wir zeigen. Es geht darum, dass wir unsere eigenen finden dürfen – so individuell und einzigartig wie unser Fingerabdruck. Sie gehören nur uns.
Wenn du also auf meine Homepage schaust und dich fragst, weshalb dort so viele unterschiedliche Farben, Bilder und Themen ihren Platz finden, kennst du jetzt meine Antwort. Weil cinVice ein Ausdruck dessen ist, was mich ausmacht. Aber nicht nur das. Diese Vielfalt ist zugleich eine Einladung an dich.
Ganz gleich, ob du als Besucher, Interessent, Kunde, Wegbegleiter oder einfach aus Neugier hier gelandet bist: Du musst hier nicht in ein bestimmtes Bild passen. Du musst nicht so sein, wie andere dich gern hätten. Nicht einer bestimmten Vorstellung entsprechen. Nicht eine einzige Rolle erfüllen, eine bestimmte Farbe tragen oder dich auf eine Facette deiner Persönlichkeit reduzieren. Du darfst ganz SELBST sein.
Mit deinen Stärken und deinen Unsicherheiten. Mit deinen Widersprüchen und Besonderheiten. Mit dem, was längst sichtbar ist, und mit all dem, was vielleicht noch darauf wartet, von dir entdeckt zu werden. Vielleicht sind deine Farben laut und leuchtend. Vielleicht sind sie leise und zurückhaltend. Vielleicht verändern sie sich gerade. Vielleicht entdeckst du Farben an dir, die du lange nicht gesehen hast oder von denen du noch gar nicht wusstest, dass sie zu dir gehören. Keine davon muss meinen gleichen.
Denn genau darum geht es mir: nicht darum, Menschen in ein bestimmtes Bild zu bringen, sondern Räume zu schaffen, in denen sie ihr eigenes entdecken und gestalten können.
cinVice soll deshalb nicht nur meine Farben zeigen. Es soll dich ermutigen, deine eigenen zu finden, sie zu zeigen und zu feiern.
Denn ich bin davon überzeugt, dass unsere Individualität kein Hindernis für Entwicklung ist, sondern ihr Ausgangspunkt. Und manchmal beginnt Entwicklung genau dort: wo wir aufhören, danach zu fragen, welche Farbe wir haben sollten, und stattdessen entdecken, welche Farben längst in uns angelegt sind. Wo wir uns erlauben, nicht nur einzelne, vermeintlich passende Seiten von uns zu zeigen, sondern uns als ganzen Menschen wahrzunehmen. Mit all unseren Nuancen. Mit unseren Kontrasten. Mit unseren leuchtenden und unseren stilleren Farben.
cinVice ist deshalb nicht so zurückhaltend, wie eine besonders edle Website es sein könnte. Es ist so lebendig wie ich selbst – und so lebendig, wie ich es jedem Menschen wünsche. Hier darfst du dich eingeladen fühlen, deine eigene Lebendigkeit zu entdecken, stolz auf sie zu sein und dich so zu zeigen, wie du bist: In deinen Farben. Auf deine Weise. Ganz du SELBST.
Wenn du spürst, dass du deine eigenen Farben bewusster entdecken, entfalten oder neu miteinander verbinden möchtest, kannst du mit meiner kostenlosen Standortbestimmung beginnen und schauen, wo du gerade stehst. Oder wir sprechen direkt miteinander: Hier kannst du dir ganz unverbindlich ein Erstgespräch buchen.
Bunt? Na und!
Das Leben ist es schließlich auch. ❤️
cinVice | FLOW || GROW ||| GLOW
Von Herzen – und in allen Farben,
Cindy
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